Business Mazedonien

Die Mazedonische Wirtschaft

Die Mazedonische Wirtschaftslage

Transferzahlungen im Rahmen internationaler Hilfe und Ausgabe von Staatsanleihen an ausländische Investoren sowie ausländische Direktinvestitionen und private Devisentransaktionen ausgeglichen.

Deutschland ist vor Serbien größter Handelspartner des Landes. 2016 betrugen die mazedonischen Importe aus Deutschland 930 Mio. EUR, die mazedonischen Exporte nach Deutschland hingegen 2 Mrd. EUR. Maßgebend für den hohen mazedonischen Handelsüberschuss gegenüber Deutschland sind lohnarbeitsgefertigte Kfz-Zulieferprodukte (Katalysatoren, elektronische Anzeigeinstrumente, Kabelbäume) sowie Textil-Lohnarbeitsfertigung (Import von Textil-Vorprodukten; Export der Textil-Fertigprodukte nach Deutschland).

Wichtigste Wirtschaftszweige

Die Land- und Forstwirtschaft ist weiterhin ein Schlüsselsektor der mazedonischen Wirtschaft. Als landwirtschaftliche Nutzfläche werden 1,32 Millionen Hektar (51 Prozent der Gesamtfläche) angesehen. Etwa 17 Prozent der Gesamtbeschäftigung erfolgt in der Landwirtschaft, die 11 Prozent zum BIP beiträgt. Beinahe 40 Prozent der Bevölkerung leben im ländlichen Raum und betreiben Landwirtschaft häufig zur Eigenversorgung.

Industrie und Bergbau haben seit 1991 nahezu kontinuierlich an Bedeutung verloren. Machte 1991 der Anteil dieses Bereichs noch 38,7 Prozent der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung aus, so trägt der Industriesektor nur noch etwa 25 Prozent und der Bergbau mit 1 Prozent zur BIP-Entstehung bei.

Der Anteil des Dienstleistungsbereichs an der BIP-Entstehung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und liegt bei ca. 65 Prozent. Im Dienstleistungsbereich sind 60 Prozent der Beschäftigten zu finden. Auch im Bereich touristischer Dienstleistungen wird der ejR Mazedonien Wachstumspotenzial bescheinigt, allerdings fehlt es bisher an einer Gesamtstrategie.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt 2017 liegt bei ca. 3,3 Mrd. Euro. Das Defizit beträgt 2,9%, des Bruttoinlandsproduktes. .  Die Devisenreserven werden mit ca. 2,25 Mrd. Euro angegeben.

Die Weltbank, die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) unterstützen durch Kredite die infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Mitgliedschaft in regionalen Wirtschaftsgruppierungen

Zugehörigkeit zu regionalen (Wirtschafts-)Gruppierungen: Southeast European Cooperation Process (SEECP), Central European Initiative (CEI), Europäische Energiegemeinschaft,  Zentraleuropäisches Freihandelsabkommen (CEFTA), , Regionaler Wirtschaftsraum (REA) sowie Transportgemeinschaft. Darüber hinaus hat die ejR Mazedonien Freihandelsabkommen mit der Türkei und der Ukraine geschlossen.

Die ejR Mazedonien wurde im April 2003 146. Mitglied der WTO (Welthandelsorganisation).