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Mazedonien, Ihr nächstes Ziel

Mazedonien ist ein kleiner Staat auf der Balkanhalbinsel, der kein Meerszugang besitzt, also ein sogenannter Binnenstaat ist. Es besitzt fünf Nachbarländer: Serbien, Bulgarien, Griechenland, Albanien und den Kosovo (im Uhrzeigersinn, im Norden startend). Die Staatsgrenze zu den Nachbarländer summiert sich auf eine Länge von 766 Kilometern.

Die Struktur des Landes ist wechselhaft und viel von Hügeln und Bergen geprägt. Beinah 80% der Landesfläche zählen dazu. Nur an den Flussläufen gibt es ausgeprägte Flachlandschaften. Außerdem gibt es noch einige Becken in den Gebirgen die Hochplateaus bilden. Diese Flächen sind die einzigen im Land, die landwirtschaftlich genutzt werden können.

Die mazedonische Küche ist der Balkanküche zuzuordnen und ist ähnlich geprägt und war ähnlichen Einflüssen ausgesetzt wie die der Nachbarländer auf der Balkanhalbinsel. Der mediterrane und der orientalisch Einfluss wird deutlich.

In Mazedonien wird in den Tälern und Hochebenen vorwiegend Weizen und Mais angebaut, welche die Grundlage der mazedonischen Küche bilden. Da das Klima sehr rau und ungemütlich werden kann, was auch den Gemüseanbau betrifft, wachsen in Mazedonien vorwiegend genügsame Gemüsesorte, die hitzebeständig sind und mit wenig Wasser auskommen. Dazu gehören Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Spinat und Erbsen.

In Mazedonien wird viel Viehzucht betrieben, weswegen die Küche sehr fleischlastig ist. Rinder, Schafe und Schweine werden vorwiegend gehalten und finden sich deswegen auch häufig auf den Speisekarten wieder.

Der Reichtum an Gewässern, vorwiegend im Südwesten des Landes, bringt auch immer wieder verschiedene Fischarten auf den Teller der Einheimischen und der Urlauber. Die Ohridforelle aus dem Ohridsee wird dabei als besondere Delikatesse angesehen.

Mazedonien kann man gut und gern das ganze Jahr bereisen. Durch die durchschnittliche Höhenlage wird es im Sommer selten zu heiß. Und diese wenigen Tage im Jahr eignen sich dann perfekt um einen Ausflug in das Gebirge zu machen.

Auch wenn es keinen Zugang zum Meer gibt, bieten sich die beiden großen Seen im Süden zu einem ausgiebigen Badeurlaub an. Auch Wanderern und Mountainbiker finden gute Bedingungen in Mazedonien. Im Frühjahr und im Herbst ist die Natur besonders reizvoll und daher die beste Zeit für die Aktivitäten.

Religion,Seit Jahrhunderten wird Mazedonien vom orthodoxen Christentum und vom Islam geprägt. Mit der Eroberung durch die Osmanen breitete sich auch der Islam im Land aus. Einige Leute konvertierten, viele blieben dem christlichen Glauben aber auch erhalten. Seitdem im 19. Jahrhundert der Nationalismusgedanke aufkam, wurden auch die Beziehungen zwischen den beiden Religionen schlechter. Übergriffe auf Gläubige der anderen Religion oder deren Gotteshäuser häuften sich, auch bis in die heutige Zeit. Die neusten Zahlen besagen, dass cirka 65% orthodoxe Christen sind und weitere 33% Muslime. Die restlichen Prozentpunkte verteilen sich wie schon bei den Ethnien auf viele verschiedene kleine Glaubensrichtungen.

Bevölkerung, Wie es in der Balkanregion fast schon üblich ist, besteht die Bevölkerung aus verschiedenen Ethnien. Durch die vielen kleineren Länder und die jungen Republiken auf der Halbinsel ist viel Bewegung in den Bevölkerungen der Länder. Landesgrenzen bestehen noch nicht sehr lange, sodass sich einige Volksgruppen über Landesgrenzen erstrecken. Die Mazedonier bilden dennoch die Mehrheit im Land, cirka 65% bezeichnen sich als ethnische Mazedonier. Die rgößte Minderheit stellen die Albaner mit 25%. Jeder vierte im Land ist also ethnisch gesehen ein Albaner.

Neben den beiden großen Volksgruppen, gibt es verschiedene Ethnien, die zusammengenommen die restlichen 10% der Bevölkerung bilden. Dazu gehören unter anderem Türken, Roma, Serben, und Bosniaken.

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