Kultur Lernen Mazedonien

Allgemeine Reiseinformationen-Reiseland,Mazedonien

Allgemeine Reiseinformationen

Reiseland Mazedonien

Die Republik Mazedonien ist ein Binnenstaat im Süden von Europa. Die Geschichte der Republik Mazedonien begann erst im Jahr 1944. Ab 1946 gehörte Mazedonien zum Jugoslawischen Staatsgebiet. 1991 erklärte man seine Unabhängigkeit und seit 2005 ist man Beitrittskandidat für die Europäische Union.

Heute leben rund 2.000.000 Menschen auf einer Fläche von 25.713 Quadratkilometern in Mazedonien. Allein in der Hauptstadt Skopje leben rund 25% der Gesamtbevölkerung des Binnenstaates. Mazedonien hat mit Serbien, Bulgarien, Griechenland, Albanien und Kosovo gemeinsame Grenzen. Rund 20% der Landfläche bestehen aus Hoch- und Tiefebenen, 2% aus Gewässern und der Rest aus Bergen und Hügeln. Der höchste Gipfel in Mazedonien ist der 2.764 Meter hohe Golam Korab.

Touristisch ist Mazedonien noch nicht groß erschlossen. Beliebte Reiseziele sind vor allem die Hauptstadt Skopje und die Städte Ohrid oder Bitola. Bei den Reisenden sind besonders die zahlreichen Gebirgszüge von bis zu 2.800 m Höhe sehr beliebt. Diese laden gerade dazu ein erkundet zu werden. Aber auch die großen Seen Ohrid und Prespa im Süden von Mazedonien werden immer beliebter. Besonders hoch im Trend liegen  Klettertouren, Radtouren oder Wanderungen durch die wilde Berglandschaften vorbei an entlegenen Dörfer und Sehenswürdigkeiten.

Sprache

Landessprache ist Mazedonisch und regional Albanisch, die Verständigung ist teilweise auch in Englisch oder Deutsch möglich und mit Angehörigen der verschiedenen ethnischen Gruppen in deren Sprachen (Albanisch, Türkisch, Vlachisch, Romi und Serbisch).

Straßenverkehr

Die Autobahngebühr zur Durchfahrt durch die ejR Mazedonien von Norden nach Süden beträgt ca. 200,- mazedonische Denar (MKD) für PKW und ca. 550,- MKD für LKW und Busse. Die Gebühren können auch in Euro (€) entrichtet werden. Allerdings liegt die Gebühr in Euro z.T. erheblich über dem tatsächlichen Euro-Gegenwert und beträgt für PKW derzeit ca. 4,50 € und für LKW und Busse ca. 11,50 €. Die Gebühren können sich auch kurzfristig ändern, sind aber im Allgemeinen an jeder Mautstelle schriftlich angegeben. Zusatzzahlungen bei den Mautstellen oder die Erhebung von nicht spezifizierten Gebühren an den Grenzen sind nach mazedonischem Recht nicht erlaubt.

Auf vielen Überlandstrecken sind tiefe Spurrillen zu finden, die vor allem bei Regen erhöhte Konzentration beim Führen von Kfz erfordern.

Fahrer von Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen, die in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, sind nach mazedonischem Recht verpflichtet, den Unfall von der Polizei aufnehmen zu lassen. Der Polizeinotruf ist 192. Ohne Vorlage eines Polizeiprotokolls können Schadensersatzansprüche nicht geltend gemacht werden. Erfahrungsgemäß dauert die Erstellung eines solchen Protokolls durch die Polizei mehrere Wochen. Es muss nach Fertigstellung persönlich abgeholt werden.

Verstöße gegen das mazedonische Verkehrsgesetz können mit zum Teil erheblichen Geldbußen geahndet werden. Das Strafmandat darf nur von uniformierten Polizeibeamten erteilt werden. Im Falle einer Geldbuße ist diese in der nächstgelegenen Bank oder Post zu zahlen. Es ist nicht erlaubt, diese an Ort und Stelle bei dem Polizeibeamten zu zahlen.

Die grüne Versicherungskarte für Kfz ist gültig, wenn die eJR Mazedonien als Land darauf vermerkt ist. Andernfalls ist bei Grenzübergang eine Versicherungsgebühr in Höhe von ca. 40,- € (bei einem Aufenthalt bis zu 14 Tagen) bzw. ca. 55,- € (bis zu einem Monat) zu entrichten.

Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist problemlos. Die Hotelauswahl ist, besonders in Skopje und Ohrid, ausreichend.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Denar (MKD). Die Bargeldversorgung mit Bank- oder Kreditkarten ist in Skopje und größeren Städten möglich, in kleinen Provinzstädten nur vereinzelt. Geldversorgung über „Western Union“ ist in den größeren Städten möglich. Nicht alle Hotels akzeptieren Kreditkarten. Es ist fast überall Barzahlung mit Euro bzw. Umtausch von Euro in Denar möglich. Für den Umtausch von Denar in Euro werden Gebühren erhoben.

Versorgung im Notfall

Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: Alle Dokumente sollten bei der Einreise noch 6 Monate lang gültig sein.

Visum

Es besteht keine Visumspflicht für deutsche Staatsangehörige bei touristischen Aufenthalten von bis zu 90 Tagen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Minderjährige, die allein reisen, sollten eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern mitführen.

Sonstiges

Ausländer sind laut mazedonischem Ausländerrecht verpflichtet, sich innerhalb von 24 Stunden nach Einreise bei der nächstgelegenen Polizeistation anzumelden. Auf diese Verpflichtung wird an den Einreisestellen (Grenzübergänge, Flughäfen) nur ungenügend hingewiesen. Sofern Ausländer in einem Hotel bzw. einer Pension untergebracht sind, übernimmt in der Regel das Hotel / die Pension die Anmeldung bei der Polizei. Sofern Ausländer privat (z.B. bei Freunden, Bekannten) untergebracht sind, müssen sie sich selbst bei der nächstgelegenen Polizeistation anmelden, ggf. unter Beteiligung des Haus- / Wohnungseigentümers bzw. unter Vorlage einer Kopie des Mietvertrags (ggfs. des Gastgebers). Bei Unterlassen der Anmeldung können sehr hohe Geldstrafen verhängt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon zuvor unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Devisen können bis zu einem Gegenwert von max. 10.000,- € ein- und ausgeführt werden ohne sie zu deklarieren. Beträge über 10.000,- € müssen bei der Ein- und Ausreise deklariert werden.

Sowohl bei touristischen Aufenthalten als auch bei der Durchreise müssen Waffen bei der Einreise deklariert werden. Grundsätzliche Voraussetzung für das Mitführen von Waffen ist ein gültiger Waffenschein. Daraufhin wird von der Polizei eine zeitlich für die Dauer des Aufenthalts beschränkte Genehmigung erteilt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Waffe für die Dauer des Aufenthalts an der Grenze zu deponieren.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App “Zoll und Reise” finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Das unbefugte Fotografieren oder sonstige Dokumentieren von militärischen und strategischen Einrichtungen wird strafrechtlich verfolgt. Der Besitz sowie der Kauf und Verkauf von Drogen ist strafbar.

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Masern, Mumps, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

HIV / AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Prophylaxe

Durch die Beachtung grundsätzlicher Hygieneregeln beim Essen und Trinken sowie Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) kann das Risiko von Infektionserkrankungen verringert werden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Mitteleuropa annähernd vergleichbar, sie ist aber vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch nicht auf dem neuesten Stand, insbesondere außerhalb der großen Städte. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Deutsch / Englisch / Französisch sprechende Ärzte. In Einzelfällen kann es auch zu Lücken in der Versorgung mit Medikamenten kommen. Ein Auslandskrankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend zu empfehlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

AS